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WebKosten

Was eine Business-Website wirklich kostet

Der Preis einer Firmenwebsite hängt nicht vom Anbieter ab, sondern vom Umfang. Was den Aufwand wirklich treibt — und wie wir bei BILPP planen.

· 5 Min. Lesezeit

Wer bei Google „Website erstellen lassen Kosten” eingibt, sucht eine Zahl. Wir geben an dieser Stelle bewusst keine — nicht weil wir ausweichen wollen, sondern weil die Zahl ohne den Kontext dahinter nutzlos ist. Eine Ein-Seiten-Landingpage und eine mehrsprachige B2B-Plattform mit CMS-Anbindung haben nichts gemeinsam außer dem Wort „Website”. Was zählt, ist der Umfang — und der lässt sich vor jedem Angebot beschreiben, wenn man weiß, wonach man fragen muss.

Das gilt besonders für Mittelstandsfirmen, die zum ersten Mal seit Jahren ihre Website erneuern. Der letzte Relaunch liegt oft fünf oder zehn Jahre zurück, das damalige Angebot war eine Pauschale ohne Aufschlüsselung, und der Vergleich mit einem neuen Angebot fällt schwer, weil niemand mehr weiß, wofür die alte Summe eigentlich stand. Eine Aufschlüsselung nach den Faktoren unten hilft dabei mehr als jeder Vergleich zweier Endsummen.

Was den Aufwand wirklich bestimmt

Seitenzahl und Struktur. Eine reine Markenseite mit fünf bis acht Seiten ist ein anderes Projekt als eine Plattform mit Produktkatalog, Filterlogik und Nutzerkonten. Der Unterschied liegt nicht in der Optik, sondern in der Anzahl der Zustände, die eine Seite abbilden muss: leer, gefiltert, ein Ergebnis, keine Ergebnisse, eingeloggt, ausgeloggt. Jeder dieser Zustände ist ein eigener Testfall, bevor die Seite live geht.

Sprachen. Jede zusätzliche Sprache ist kein Kopiervorgang. Struktur, Formulare, Rechtstexte und SEO-Signale — hreflang, lokalisierte Metadaten, teils sogar andere Textlängen, die ein Layout sprengen können — müssen für jede Sprache mitgedacht werden, nicht nur der Fließtext. Eine Firma, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugleich auftritt, kommt an dieser Frage nicht vorbei, selbst wenn die Sprache formal dieselbe ist: rechtliche Pflichtangaben unterscheiden sich zwischen den drei Ländern.

Ob ein CMS gebraucht wird. Viele Firmenwebsites brauchen kein Redaktionssystem. Wenn Inhalte selten wechseln und ein technisches Team im Haus ist, ist eine statische Seite mit Inhalten in Git schneller gebaut, günstiger im Betrieb und hat keine Angriffsfläche, die gepatcht werden muss. Ein CMS lohnt sich erst, wenn Nicht-Entwickler regelmäßig selbst publizieren.

Integrationen. Ein Kontaktformular, das eine E-Mail verschickt, ist eine Stunde Arbeit. Ein Formular, das in ein CRM schreibt, einen Vertriebsmitarbeiter benachrichtigt und ein Angebot vorbereitet, ist ein anderes Projekt — nicht wegen der Formularfelder, sondern wegen der Systeme dahinter, die zuverlässig miteinander sprechen müssen.

Wie fertig das Design bereits ist. Ein bestehendes Markenbuch mit definierten Farben, Typografie und Komponenten spart Wochen. Ohne das fängt jedes Projekt bei der Frage an, wie die Marke überhaupt aussehen soll, und diese Frage lässt sich nicht parallel zur Programmierung klären, ohne dass am Ende etwas neu gebaut werden muss.

Technische Performance. Core Web Vitals — wie schnell eine Seite lädt und wie stabil sie sich beim Laden verhält — sind kein Nice-to-have, sondern ein Rankingfaktor. Eine Seite, die von Anfang an wenig JavaScript ausliefert, statt es nachträglich zu entfernen, ist am Ende schneller und günstiger im Unterhalt.

Auf dieser Basis geben wir grobe Bänder statt Festpreise ohne Kontext: Eine fokussierte Marketing-Site lässt sich in drei bis sechs Wochen bauen. Eine mehrsprachige Plattform mit mehr Struktur braucht sechs bis zwölf Wochen. Beides ist eine Aussage über Umfang, keine über Stundensätze — und beide Zeiträume verschieben sich, sobald sich der Umfang während des Projekts ändert, was bei fast jedem Projekt an irgendeiner Stelle passiert.

Woran man das vor dem ersten Gespräch selbst erkennt

MerkmalEher schnellEher aufwendig
Seiten5–10 statische Seiten20+ Seiten oder dynamischer Katalog
Sprachen1–23+ mit lokalisierten Rechtstexten
Content-Pflegeselten, durch Entwicklertäglich, durch Marketing-Team
Formulareeinfaches KontaktformularCRM-Anbindung, mehrstufige Prozesse
DesignMarkenbuch existiertDesign entsteht im Projekt

Diese Tabelle ersetzt kein Gespräch, aber sie zeigt, wohin ein Projekt tendiert, bevor überhaupt jemand ein Angebot schreibt.

Warum wir trotzdem selten mit CMS anfangen

Ein Content-Management-System ist eine laufende Verpflichtung: Es muss gepflegt, aktualisiert und irgendwann migriert werden. Für die meisten Firmenwebsites — Leistungen, Referenzen, ein Blog, ein Kontaktformular — reicht eine statische Seite, deren Inhalt in Git liegt. Wer einen Text ändern will, ändert eine Markdown-Datei und deployt neu. Kein Login, der kompromittiert werden kann, kein Plugin, das gepatcht werden muss. Wir bauen unsere Websites so, und wir empfehlen es Kunden, solange die Publikationsfrequenz das zulässt.

Das ändert sich, sobald ein Marketing-Team mehrmals pro Woche selbst publizieren will, ohne auf ein Entwickler-Deploy zu warten. Dann ist ein CMS kein Luxus mehr, sondern die richtige Entscheidung — und wir bauen es genauso ein wie eine Formular-Anbindung ans CRM, siehe Integrationen.

Warum eine Zahl ohne Umfang irreführt

Zwei Angebote mit derselben Endsumme können völlig unterschiedliche Projekte beschreiben. Das eine deckt vielleicht Design, Text, Entwicklung und ein Jahr Wartung ab. Das andere nur die Entwicklung, während Text und Bildmaterial separat eingekauft werden müssen und die Wartung stundenweise nachberechnet wird. Wer zwei Angebote vergleicht, sollte zuerst prüfen, ob sie überhaupt denselben Leistungsumfang beschreiben, bevor er die Zahlen nebeneinanderlegt. Das ist der Grund, warum wir bei einem ersten Gespräch lieber zehn Minuten länger über Umfang reden, als eine Zahl zu nennen, die später relativiert werden muss.

Was am Anfang eines Projekts wirklich passiert

Bevor wir überhaupt eine Zahl nennen, klären wir Umfang: wie viele Seiten, wie viele Sprachen, welche Integrationen, wer pflegt die Inhalte danach. Aus der Antwort ergibt sich, ob ein Projekt näher an drei Wochen oder an zwölf liegt. Ein Kontaktgespräch kostet nichts und klärt das schneller als jede pauschale Preisliste.

Die Regel, nach der wir planen

Der Preis folgt dem Umfang, nicht der Vorlage. Zwei Websites, die gleich aussehen, können unterschiedlich viel kosten — und zwei, die unterschiedlich aussehen, können gleich viel kosten.

Wer zuerst nach einer Zahl fragt, bekommt von uns zuerst eine Gegenfrage: Was soll die Seite können, für wen, in wie vielen Sprachen. Erst danach lässt sich ehrlich über Aufwand sprechen.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns, was Sie bauen.

Drei Sätze genügen. Wir antworten innerhalb eines Werktags — in Ihrer Sprache.